Der Maler, Dichter und Druckgrafiker William Blake (1757-1827) zählt zu den wichtigsten Künstlern der Romantik. Mit seinem vielschichtigen, sich in ganz unterschiedlichen Medien artikulierenden Werk entzieht er sich jedoch einer einfachen kunsthistorischen Einordnung. Während Blakes Dichtung und Druckgrafik intensiv untersucht wurden, rückten seine Gemälde und Aquarelle erst in jüngster Zeit in den Fokus kunstwissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Die Vorlesung gibt einen Überblick über Blakes Werk und seine Rezeption. Sie erforscht die visuelle Macht von Blakes außergewöhnlichen Bildfindungen aus unterschiedlichen Perspektiven und setzt sie in Beziehung zu den gesellschaftspolitischen Konflikten der Zeit nach der Französischen Revolution, zur Religion, zur Londoner Ausstellungskultur, zur akademischen Kunsttheorie sowie zur Praxis, Technik und Theorie der Druckgrafik.