Populäre Musik ist ein globales Phänomen; sie wird transnational produziert, über digitale Plattformen weltweit verbreitet und an diversen Orten von Fans rezipiert. Gleichzeitig erfährt populäre Musik nationale Zuschreibungen, sei es aufgrund der Nationalität ihrer Interpret:innen, der Herkunft bestimmter Genres oder stereotyper Konnotationen bestimmter Sounds. 

Im Seminar nähern wir uns zentralen Konzepten von Nationalität und Globalität in Bezug auf Musik und lernen, wie dieses Verhältnis beschrieben werden kann. An konkreten Beispielen diskutieren wir, welche sozialen Bedeutungen populäre Musik in transnationalen Kulturtransfers (bswp. Migration) haben kann, wie ihre Globalisierung digital beschleunigt wird und welche Rolle sie in (trans)nationalen Wettbewerben wie dem Eurovision Song Contest erhält. Schließlich soll auch die Verwendung populärer Musik in populistischen und nationalistischen Kontexten kritisch reflektiert werden.