Hatespeech, Shitstorms, Trolling und mediatisierte Missachtung - es gibt zahlreiche Formen der Empörungskommunikation, die im Seminar fallanalytisch untersucht werden sollen. Zunächst geht es darum zu verstehen, was medien‐ und kommunikationssoziologisch als Empörung und Empörungskommunikation bezeichnet werden kann, wo sie wie öffentlichkeitswirksam zu finden ist und welche sozialen Folgen für die beteiligten Akteure damit einhergehen.
In Kleingruppen sollen prominente Fälle recherchiert, analysiert und im Seminar vorgestellt werden. Es gilt sich darüber auszutauschen und zu reflektieren, welche Konsequenzen öffentlichkeitswirksame Beschämungen, Bloßstellungen und Skandalisierungen von zumeist Prominenten, Unternehmen, Politiker:innen haben und wie diese ein etwaiges, effektives Stigmamanagement (Goffman 1963) vornehmen (können).
Das Seminar umfasst im ersten Teil eine Einführung in die wesentlichen Theorie- und Forschungsansätze, im zweiten Teil eine Anleitung zur Durchführung von Recherchen und Analysen sowie im dritten Teil die Präsentationen der Fallanalysen der Studierenden.- Dozent/in: Christina Dornseifer
- Dozent/in: Dagmar Hoffmann