Das Seminar beschäftigt sich mit Strategien der Sichtbarmachung wissenschaftlicher Phänomene und Zusammenhänge. Wie werden wissenschaftliche Ergebnisse in visuelle Darstellungen übersetzt? Inwieweit prägen diese Bilder die Vorstellungen, die wir von wissenschaftlichen Phänomenen haben? -oder- Wie sieht meine DNA, bzw. die Zukunft mit dem Klimawandel wirklich aus? Wir nähern uns der Thematik aus drei verschiedenen Perspektiven. Erstens diskutieren wir theoretische Grundlagentexte aus der Bildwissenschaft, der Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie den Science and Technology Studies. Zweitens werden wir verschiedene methodische Ansätze besprechen, die sich zur Analyse von Wissenschaftsbildern eignen. Dabei werden qualitative wie auch quantitative Verfahren zum Tragen kommen. Drittens wenden wir die erlernte Theorie und Methodik anhand praktischer Analyse von Medienbeispielen an. Dies schließt bspw. Zeichnungen, Fotografie, Film und Datenvisualisierungen mit ein. Inhaltliche Schwerpunkte liege in der Visualisierung des Klimawandels (Sichtbarmachung von Unsichtbarem), in der Kartografie (Karten als ‚objektive Medien’?) und den Möglichkeiten und Tücken der Computersimulation in den Wissenschaften. Da ein Teil der entsprechenden Literatur und Medien aus dem anglosächsischen Raum stammt, setzt eine Teilnahme am Seminar voraus, wissenschaftliche Texte auf Englisch zu lesen.