Das Seminar beschäftigt sich aus literatur- und medienwissenschaftlicher Perspektive mit der kulturellen Imagination bedrohlicher Zukunft. Gegenstand des Seminars sind literarische Texte, aber auch Spielfilme und Fernsehserien, in deren fiktionalen Möglichkeitsräumen gegenwartsaktuelle Worst-Case- und Bedrohungsszenarien – etwa Seuchen, Kriege, großtechnische Unfälle – symbolisch durchgespielt werden. So verstanden, lassen sich die formulierten Szenarien des Katastrophischen als kulturelle Verdichtungen, Reflexionen und Subversionen von gegenwärtigen Diskurs- und Machtkonstellationen lesen, die Auskunft über Normalitätssehnsüchte und Denormalisierungsängste der westlichen Gesellschaften geben.