
MODUL
Die Reproduktive Sphäre
Sorgearbeit und Natur
als Grundlagen ökonomischen Handelns (WiSe 2026/27)
Dieses Modul beschäftigt sich mit der reproduktiven Sphäre der Wirtschaft, also den Tätigkeiten, die grundlegende Voraussetzungen für wirtschaftliches Handeln schaffen, jedoch häufig unbezahlt oder unterbewertet bleiben. Dazu gehören insbesondere Sorgearbeit und ökologische Prozesse. Es werden heterodoxe ökonomische Theorien behandelt, darunter feministische Ökonomik, ökologische
Ökonomik und institutionenökonomische Ansätze. Mithilfe dieser Theorien werden makroökonomische Aspekte wie die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit, die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Natur, soziale Reproduktion sowie die Abhängigkeit wirtschaftlicher Prozesse von ökologischen Ressourcen thematisiert.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle staatlicher und gesellschaftlicher Institutionen in der Anerkennung, Regulation und Finanzierung der reproduktiven Sphäre. Hierauf aufbauend werden wirtschaftspolitische Konzepte diskutiert, beispielsweise zur Care-Ökonomie, zur gerechten Verteilung von Reproduktionsarbeit oder zur Integration ökologischer Grenzen in wirtschaftspolitische Entscheidungsprozesse.
- Dozent/in: Friederike Habermann