
Das Seminar behandelt die Bestimmung des Existenzminimums als zentrales Problem sozialstaatlicher Sicherung. Im Fokus stehen die normative Begründung eines menschenwürdigen Existenzminimums, seine historische Entwicklung im Wohlfahrtsstaat sowie die politischen und empirischen Verfahren zu seiner Messung und Berechnung. Anhand aktueller Debatten zu Bürgergeld, Kindergrundsicherung, Erwerbsanreizen, Migration, Geschlecht und Altersarmut wird gezeigt, dass das Existenzminimum kein rein technischer Wert ist, sondern Ergebnis politischer Aushandlung und gesellschaftlicher Machtverhältnisse.
- Dozent/in: Sven Rader