Die Substanz gehört zu den grundlegendsten und zugleich umstrittensten Begriffen der Metaphysik. Was ist eigentlich ein "Ding" und wodurch unterscheidet es sich von seinen Eigenschaften? Ausgehend von Aristoteles' einflussreicher Unterscheidung zwischen individuellen Substanzen (wie einem bestimmten Tisch) und deren Eigenschaften (wie seiner Farbe oder Form) untersuchen wir in diesem Seminar zentrale Fragen der gegenwärtigen Debatte um den Substanzbegriff.

Im Mittelpunkt stehen dabei grundlegende metaphysische Probleme: Was zeichnet Substanzen gegenüber anderen Dingen aus? Was macht etwas überhaupt zu einer Substanz? Wie unabhängig sind Substanzen von ihren Eigenschaften? Können wir Substanzen einfach als Bündel von Eigenschaften verstehen oder brauchen wir einen zusätzlichen "Träger" dieser Eigenschaften? Wie hängt der Substanzbegriff mit unserem Verständnis von Identität und dem Fortbestehen von Dingen durch die Zeit zusammen?

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem sogenannten Leibniz-Prinzip. Dieses besagt vereinfacht: Wenn zwei Dinge in allen ihren Eigenschaften gleich sind, dann sind sie auch ein und dasselbe Ding. Wir werden diskutieren, ob dieses Prinzip und verwandte Substanztheorien angesichts moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse noch haltbar sind. Auch neuere Versuche in der analytischen Metaphysik, den Substanzbegriff auf aristotelischer Grundlage neu zu durchdenken, werden kritisch untersucht.

 ·         Unterscheidung Substanz-Akzidenz

·         Substanztheorien

·         Bündeltheorien

·         Bare-Substrata Theorien

·         Leibniz Prinzip

·         Universalien

·         Tropen

Nominalismus