
Im Sommersemester 2026 geht es um den Entwurf einer Zweifeldsporthalle für die Leonardo da Vinci Schule in Wolfsburg. Der Schulkomplex aus den 1960er Jahren, bestehend aus einer Gesamtschule, einer Grundschule sowie einer Kindertagesstätte wurde mehrfach saniert, erweitert und umgebaut. Eine zweite Sporthalle musste wegen baulicher Mängel zurückgebaut werden. Plan der Stadt ist aber, sie perspektivisch an anderer Stelle neu zu errichten.
In Wolfsburg haben Schulen und Bildungseinrichtungen eine besondere Bedeutung. Als Autostadt konkurriert sie mit Stuttgart und München um Facharbeiter und Ingenieure, für deren Familien insbesondere die Bildungslandschaft ein wichtiges Kriterium ist.
Die im Nationalsozialismus auf dem Reißbrett entstandene Stadt ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Geplant als Wohnort für die Arbeiter des VW-Werk, damals KdF-Werk, spiegelt sie damalige Hierarchiekonzepte. In den ersten Jahrzehnten nach Ende des 2. Weltkrieges erlebt die Stadt ein rasantes Wachstum. Die Bausubstanz ist nahezu gleich alt und entsprechend sanierungsbedürftig. Als wohlhabende Stadt legte Wolfsburg Wert auf renommierte Architektur. Alvar Aalto, Hans Scharoun, Friedrich Wilhelm Krämer, Zaha Hadid und andere konnten hier Wettbewerbe gewinnen und realisieren.
An die Tradition guter Architektur möchten wir anknüpfen und einen zeitgemäßen Beitrag leisten, der die Stärken des Schulkomplexes aus den 1960er Jahren herausarbeitet und neue Akzente setzt.
- Dozent/in: Thorsten Weimar
- Dozent/in: Katja Wirfler